Dokumentation

Schnellstart + Funktionsbeschreibung für jeden Bereich und jedes Gerät (wird laufend erweitert)

Android Termux (aus einem ungenutzten Smartphone wird ein Server)

Verwandle ein ungenutztes Android-Smartphone in einen 24 Stunden am Tag erreichbaren Linux-Server und überwache es remote über das Panel (CPU / Arbeitsspeicher / Akku / Temperatur), nutze das Terminal und verwalte Dateien.

Funktionsbeschreibung

  • Einstieg: die Schaltfläche „📱 Android Termux“ oben rechts im Panel – hier finden sich alle Informationen und Aktionen zu den Smartphone-Geräten.
  • Automatische Gruppierung: Alle Termux-Geräte werden automatisch der Gruppe „Android Termux“ zugeordnet und sind mit den normalen Server-Karten verknüpft.
  • Smartphone-spezifische Überwachung: Neben den üblichen Werten für CPU / Arbeitsspeicher / Festplatte werden zusätzlich Akkuladung und Gerätetemperatur angezeigt.
  • Unterscheidung mit/ohne SIM-Karte: Ohne SIM-Karte läuft alles über den Tunnel (stabil); mit SIM-Karte ist optional eine direkte IPv6-Verbindung möglich (experimentell).

Anwendungsfälle

  • Ein altes oder als Ersatzgerät liegendes Smartphone soll wieder genutzt werden.
  • Es wird ein stromsparender, rund um die Uhr verfügbarer kleiner Dauerlauf-Server gebraucht (Skripte ausführen, Aufgaben laufen lassen, als Testmaschine).
  • Das Smartphone hat einen Akku (eine natürliche USV) – selbst ein Stromausfall ist kein Problem.

Verwendung

Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung (mit Energieeinstellungen für die einzelnen Modelle und Erläuterungen anhand von Screenshots) findest du in der Registerkarte „Tutorial“ des Panels; sie umfasst 5 Schritte. Hier folgt eine kurze Beschreibung des Kernablaufs und des Image-Downloads.

Termux-Installationspakete über Spiegel herunterladen (für Nutzer in China)

Können Nutzer in China GitHub / F-Droid nicht erreichen, lassen sich die Pakete direkt von der offiziellen Website herunterladen (HTTPS, schneller und stabiler):

DateiProjekt-SpiegelOffizielle QuelleErläuterung
Termux-Hauptprogrammhttps://ssheverywhere.com/download/termux/com.termux_1022.apkf-droid.orgrund 109 MB, Android 7.0+
Termux:Boothttps://ssheverywhere.com/download/termux/com.termux.boot_1000.apkf-droid.orgPlugin für den Autostart (optional)
Termux:APIhttps://ssheverywhere.com/download/termux/com.termux.api_1002.apkf-droid.orgAkku-/Sensordaten (optional)

1. Auf die Schaltfläche „📱 Android Termux“ oben rechts klicken.

2. Unter „Gerät hinzufügen“ den Smartphone-Typ wählen:

  • Ohne SIM-Karte (WLAN / ungenutztes Smartphone) → Betrieb über Tunnel (empfohlen, am stabilsten).
  • Mit SIM-Karte (mobile Daten) → Tunnel (empfohlen) + direkte IPv6-Verbindung (experimentell).

3. Den vom Panel erzeugten „Tunnel-Installationsbefehl“ kopieren und im Termux auf dem Smartphone einfügen und ausführen.

4. Das Installationsskript erledigt automatisch: openssh + python installieren → sshd konfigurieren (Port 8022) → Agent bereitstellen → Autostart registrieren.

5. Den Hinweisen folgend das SSH-Passwort setzen (passwd); danach erscheint das Gerät automatisch in der Gruppe „Android Termux“.

Zu beachten

  • Termux installieren: von der offiziellen F-Droid-Website herunterladen (nicht die alte Version aus Google Play verwenden – sie wird nicht mehr gepflegt und viele Funktionen stehen nicht zur Verfügung).
  • Der SSH-Port ist 8022: Normale Android-Benutzer können keine Ports unter 1024 belegen, daher ist der Standard-SSH-Port von Termux 8022 und nicht 22.
  • Dauerbetrieb im Hintergrund (Schutz vor dem Beenden, der wichtigste Punkt): Das Skript nutzt termux-services, damit der Agent mit Termux startet, und führt automatisch termux-wake-lock aus, um den Ruhezustand zu verhindern. Zusätzlich muss in den Systemeinstellungen des jeweiligen Modells freigegeben werden, sonst beendet Android nach dem Sperren des Bildschirms Termux und die Verbindung bricht ab:
  • Xiaomi/Redmi: App-Verwaltung → Termux → Energiesparstrategie „Keine Beschränkungen“ + Autostart-Verwaltung „Zulassen“ + die Karte in den letzten Aufgaben nach unten ziehen und sperren.
  • Huawei/Honor: Startverwaltung von Apps → Termux → manuelle Verwaltung (Autostart / verknüpfter Start / Hintergrundaktivität anklicken) + in den Akku-Einstellungen das Energiesparen deaktivieren.
  • OPPO/OnePlus: Akku → Verwaltung des App-Stromverbrauchs → Termux „Hintergrundbetrieb zulassen“ + Autostart-Verwaltung „Zulassen“.
  • vivo/iQOO: Akku → Verwaltung des Hintergrund-Stromverbrauchs → Termux „Hohen Stromverbrauch im Hintergrund zulassen“ + in der Berechtigungsverwaltung Autostart „Zulassen“.
  • Samsung: Akku → Beschränkung der Hintergrundnutzung → Termux „Nicht beschränken“ + App-Akku „Uneingeschränkt“.
  • Allgemein: Entwickleroptionen → Beschränkung der Hintergrundprozesse → „Standardbeschränkung“ (nicht auf „Keine Hintergrundprozesse“ stellen).
  • Speicherberechtigung: Soll auf den Speicher des Smartphones (/sdcard) zugegriffen werden, in Termux termux-setup-storage ausführen.
  • Regionale Quellen in China: Für Smartphones in China empfiehlt sich zuerst termux-change-repo, um auf die Quellen von Tsinghua/Alibaba umzustellen, sonst sind Aktualisierungen über pkg langsam. Zu beachten: Die Funktion „Quellen wechseln“ des Panels wirkt bei Termux nicht (Termux nutzt pkg-Quellen, nicht apt/dnf) – hier muss auf dem Smartphone manuell umgestellt werden.
  • App-Installation: Die CPU des Smartphones ist ARM-Architektur, App-Installationen laufen über pkg (nicht apt-get); die App-Übersicht ist bereits automatisch angepasst.
  • Suche nach Drittanbieter-Apps: Termux unterstützt derzeit keine Suche nach „Drittanbieter-Apps“. Grund: Termux hat kein systemweites /opt und kein systemd (systemctl existiert nicht), und die über pkg installierten Programme liegen alle in $PREFIX/bin – eine verlässliche Unterscheidung von „Drittanbieter-Apps“ ist kaum möglich; ein hartes Auflisten würde Hunderte systemeigene pkg-Befehle anzeigen und Nutzer in die Irre führen. Klickt man auf einem Termux-Gerät auf „Drittanbieter-Apps“, zeigt das Panel den Hinweis „noch nicht unterstützt“; bei normalem Linux erfolgt die Suche weiterhin normal (/usr/local/bin, /opt, systemd-Dienste). Für bereits installierte Anwendungen bitte die Registerkarte „Systempakete“ verwenden (dpkg -l).

Direkte IPv6-Verbindung mit SIM-Karte (experimentell)

Mobile Daten (4G/5G) erhalten üblicherweise eine IPv6-Adresse, aber eingehende Verbindungen hängen vom Betreiber ab:

BetreiberGemessene Situation
China Telecom 4Gin einigen Regionen sind eingehende Verbindungen möglich
China Unicom 4Gmeist per ping erreichbar, aber TCP wird abgelehnt
China Mobile 4Ggrößtenteils nicht erreichbar
5G SAim Wesentlichen nicht erreichbar

Zudem driftet die IPv6-Adresse (heute nutzbar, morgen schon anders). Die direkte Verbindung ist daher nicht zuverlässig garantiert; sofern der Betreiber eingehende Verbindungen nicht ausdrücklich freigibt, wird generell der Tunnel empfohlen.

Häufige Fragen

  • Das Gerät ist offline: Prüfe, ob das Smartphone in den Ruhezustand gegangen ist (in die Akku-Whitelist aufnehmen), ob Termux vom System beendet wurde und ob das Netzwerk gewechselt hat (WLAN↔mobile Daten).
  • Keine SSH-Verbindung möglich: Prüfe, ob der Port 8022 lautet und das SSH-Passwort gesetzt ist (passwd).
  • Termux auf dem Smartphone neu installiert: Das Installationsskript einfach erneut ausführen (der alte Token wird automatisch erkannt und der Geräteeintrag bleibt erhalten).