Dokumentation
Schnellstart + Funktionsbeschreibung für jeden Bereich und jedes Gerät (wird laufend erweitert)
Serververwaltung
Dieser Artikel beschreibt, wie du Server im Panel hinzufügst, bearbeitest und löschst und wie die verschiedenen Servertypen konfiguriert werden.
Funktionsbeschreibung
Die „Serververwaltung“ ist der Einstiegspunkt des Panels. Erst nachdem du einen Zielserver hinzugefügt hast, stehen dir dafür die Zustandsprüfung, die Dateiverwaltung, der Absturzschutz und alle weiteren Funktionen zur Verfügung.
Zuerst verstehen: Was ist SSH
SSH ist der Standardweg für verschlüsselte Remote-Anmeldung zwischen Linux-Servern. Das Panel verwaltet Zielserver, indem es „per SSH auf sie verbindet und dort Befehle ausführt und Dateien überträgt“. Beim Hinzufügen eines Servers musst du dem Panel also drei Dinge mitteilen:
1. Mit welcher Maschine verbunden wird (IP-Adresse + Port)
2. Mit welchem Konto angemeldet wird (Benutzername)
3. Wie du dich als der Berechtigte ausweist (Passwort oder privater Schlüssel)
Anwendungsfälle
- Mehrere Server zentral verwalten (eigene VPS, Firmenserver, Geräte zu Hause usw.)
- Alle Maschinen in einem Panel überwachen und bedienen, ohne sich jeweils einzeln anzumelden
Server hinzufügen
Im Panel links bzw. im Startmenü „Serververwaltung“ öffnen, auf „Server hinzufügen“ klicken und ausfüllen:
| Feld | Erläuterung |
|---|---|
| Name | frei wählbar, zur leichteren Erkennung (z. B. „Blog-Server“, „Raspberry Pi“) |
| Hostadresse | IP oder Domain des Servers |
| Port | SSH-Port, Standard 22 |
| Benutzername | SSH-Login-Benutzer, üblicherweise root |
| Authentifizierung | Passwort oder privater Schlüssel (SSH Key) |
| Passwort / privater Schlüssel | die zum Authentifizierungsverfahren passenden Zugangsdaten |
| Gruppe | optional, zur Einordnung (z. B. „Produktion“, „Test“, „NAT“) |
Unterstützte Servertypen
Das Panel unterstützt drei Servertypen, deren Konfiguration sich leicht unterscheidet:
1. Normale Server mit öffentlicher IP
Der häufigste Fall – der Server hat eine eigene öffentliche IP, der SSH-Port ist standardmäßig 22.
- Hostadresse: die öffentliche IP eintragen
- Port:
22(oder dein eigener SSH-Port)
2. NAT-Server
Server ohne eigene öffentliche IP (etwa günstige NAT-VPS, Geräte hinter NAT), die SSH über das vom Anbieter bereitgestellte Port-Mapping nach außen bereitstellen.
- Hostadresse: die vom NAT-Anbieter vergebene öffentliche IP eintragen
- Port: den gemappten Port eintragen (nicht 22, etwa
10221)
> ⚠️ Achtung: Das Port-Mapping eines NAT-Servers muss aus dem Netzwerk erreichbar sein, in dem der panel-server steht. Führt der Anbieter eine Whitelist für Quell-IPs, muss die IP des Panel-Servers in die Whitelist aufgenommen werden, sonst ist keine Verbindung möglich (sichtbar als „Offline“).
> 💡 Das Panel erkennt NAT automatisch und unterscheidet „mit einstellbaren Ports“ von „ohne einstellbare Ports“; bei Letzteren wird der Betrieb über Tunnel empfohlen. Details unter NAT-Erkennung.
3. Tunnel-Server
Geräte ohne jede öffentlich erreichbare Adresse (etwa Maschinen im internen Netz, Android-Smartphones) werden über die Funktion „Betrieb über Tunnel“ des Panels angebunden; SSH-Angaben müssen nicht manuell eingetragen werden.
- Diese Server werden von „Betrieb über Tunnel“ automatisch hinzugefügt, die Hostadresse erscheint als
127.0.0.1 - Details unter Betrieb über Tunnel
Bearbeiten / Löschen
- Bearbeiten: Auf der Server-Karte auf Bearbeiten klicken, um Name, IP, Port, Konto, Gruppe usw. zu ändern. Nach der Änderung wird die Verbindung neu aufgebaut.
- Löschen: löscht den Servereintrag (der Zielserver selbst bleibt unberührt, er wird nur aus dem Panel entfernt).
Authentifizierung: Passwort vs. privater Schlüssel
Passwort-Authentifizierung
Am einfachsten: direkt das SSH-Passwort eintragen. Geeignet für schnelle Tests oder temporäre Server.
Authentifizierung mit privatem Schlüssel (für Produktionsumgebungen empfohlen)
Ein privater Schlüssel ist ein deutlich längerer „Schlüssel“, viel sicherer als ein Passwort und ermöglicht die Anmeldung ohne Passworteingabe. Geeignet für Server im langfristigen, regulären Betrieb.
Auf dem Zielserver ein Schlüsselpaar erzeugen und den Inhalt des privaten Schlüssels in das Panel einfügen:
# Schlüssel auf dem Zielserver erzeugen (überspringen, falls bereits vorhanden) ssh-keygen -t ed25519 # öffentlichen Schlüssel zu authorized_keys hinzufügen cat ~/.ssh/id_ed25519.pub >> ~/.ssh/authorized_keys # Inhalt des privaten Schlüssels anzeigen und in das Panel einfügen cat ~/.ssh/id_ed25519
> Einfach verstanden: Der öffentliche Schlüssel liegt auf dem Server (entspricht dem Schloss), der private Schlüssel wird in das Panel eingefügt (entspricht dem Schlüssel). Mit dem privaten Schlüssel „schließt“ das Panel das Schloss und meldet sich an.
Gruppenverwaltung
Ordne Server mit „Gruppen“ ein; das Dashboard zeigt sie nach Gruppen an. Zum Beispiel:
- nach Umgebung:
Produktion/Test/NAT/Tunnel - nach Anbieter:
Tencent Cloud/Alibaba Cloud/BandwagonHost
Zu beachten
1. Online-/Offline-Status: Das Dashboard prüft den Zustand der Server regelmäßig per SSH. „Offline“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Server ausgefallen ist – möglicherweise ist der SSH-Port nicht erreichbar, Benutzer oder Passwort sind falsch oder eine Firewall blockiert. Zur Fehlersuche siehe Häufige Fragen (FAQ).
2. Erste Verbindung: Beim Hinzufügen versucht das Panel sofort eine SSH-Verbindung; erst bei Erfolg lässt sich speichern. Stelle daher sicher, dass Port, Konto und Passwort stimmen.
3. Sicherheit: Für Produktionsumgebungen empfiehlt sich die Anmeldung per privatem Schlüssel bei gleichzeitig deaktivierter Passwort-Anmeldung (in der sshd-Konfiguration des Zielservers PasswordAuthentication no setzen).
4. Große Cloud-Anbieter ohne root: Tencent Cloud / Alibaba Cloud deaktivieren root standardmäßig; melde dich mit einem normalen Benutzer an (etwa ubuntu), das Panel erhöht die Rechte automatisch. Details unter sudo-Unterstützung.