Dokumentation

Schnellstart + Funktionsbeschreibung für jeden Bereich und jedes Gerät (wird laufend erweitert)

App-Sammlung

Dieser Artikel stellt die „App-Sammlung“ des Panels vor – die vollständige Anleitung zum Ein-Klick-Deployment gängiger Anwendungen.

In einem Satz verstanden

Die App-Sammlung ist der integrierte „App-Store“ und enthält eine große Zahl gängiger Open-Source-Anwendungen (Blogs, Cloud-Speicher, Notizen, Monitoring, Datenbanken usw.). Ein Klick genügt, um sie per Docker automatisch auf dem Zielserver bereitzustellen – ohne manuell docker-compose zu schreiben oder Dokumentation zu wälzen.

Funktionsüberblick

Die App-Sammlung enthält gängige Open-Source-Anwendungen. Jede Anwendung bringt fertige „Standard-Zugangsdaten + Port + Datenverzeichnis + Deployment-Schritte + Hinweise“ mit. Du klickst nur auf „Installieren“, wählst den Server und füllst ein paar Schlüsselparameter aus – der Rest (Image herunterladen, Datenbank anlegen, Umgebungsvariablen konfigurieren, Container starten) läuft vollautomatisch.

Anwendungsfälle

  • Eine Anwendung schnell bereitstellen (z. B. Nextcloud-Cloud-Speicher, WordPress-Blog, Memos-Notizen)
  • Sich nicht selbst mit Umgebungsvariablen, Port-Mapping und Datenpersistenz beschäftigen wollen
  • Wünschen, dass jede Anwendung fertige „Standard-Zugangsdaten + Deployment-Schritte + Hinweise“ mitbringt

Verwendung

1. „App-Sammlung“ öffnen und Anwendungen durchsuchen oder suchen

2. Auf „Alle“ oder „Installiert“ umschalten

3. Eine Anwendung anklicken und die Details ansehen (Standard-Zugangsdaten, Port, Datenverzeichnis, Hinweise)

4. Auf „Installieren“ klicken, den Zielserver wählen und die Konfiguration (Passwort, Port usw.) wie angegeben ausfüllen

Ein-Klick-Installation von Content-Management-Systemen (CMS)

Die App-Sammlung enthält die Kategorie „Content-Management-Systeme (CMS-Ein-Klick-Installation)“ mit den gängigen CMS WordPress, Joomla, Drupal, MediaWiki, Halo und Ghost. Alle unterstützen die Ein-Klick-Installation + automatische Datenbankkonfiguration, ganz ohne manuelles SQL:

1. Docker automatisch prüfen/installieren

2. Den gemeinsamen MariaDB-Datenbankcontainer automatisch starten (sshe-mysql, nur einmal nötig, danach von weiteren CMS wiederverwendet)

3. Für jede Website automatisch eine eigene Datenbank und einen eigenen Benutzer anlegen (zufälliges starkes Passwort; das root-Passwort wird zur Wiederverwendung dauerhaft auf dem Server unter /opt/sshe-mysql/.root_password gespeichert)

4. Den CMS-Container automatisch starten und die Datenbankkonfiguration einspeisen

5. Nach der Installation zeigt ein Dialog Zugriffsadresse + Datenbank-Zugangsdaten an, mit einem Klick kopierbar

Drei Varianten:

  • Vollautomatisch (WordPress / Joomla): Das offizielle Image unterstützt Datenbank-Umgebungsvariablen, nach der Installation sofort nutzbar
  • Web-Assistent (Drupal / MediaWiki): Das Tool legt Datenbank und Benutzer automatisch an; du trägst im Web-Installationsassistenten die automatisch erzeugten Zugangsdaten ein (kein SQL nötig)
  • Integrierte Datenbank (Halo / Ghost): Keine externe Datenbank nötig, direkt mit einem Klick startbar

> Hinweis: Wenn auf Servern in Festlandchina beim Herunterladen von Images von Docker Hub Zeitüberschreitungen auftreten, konfiguriere zuerst einen Docker-Image-Beschleuniger auf dem Server (öffentliche Beschleuniger wie docker.1ms.run / docker.m.daocloud.io).

Datenbank-Zugangsdaten einer Website ansehen / sichern

Nach der Ein-Klick-Installation werden die Datenbank-Zugangsdaten jeder Website automatisch auf dem Zielserver gespeichert: /opt/sshe-db-creds/<Container-Name>.conf (enthält DB_HOST / DB_NAME / DB_USER / DB_PASS / DB_ROOT, Rechte 600).

In den Details eines CMS in der App-Sammlung oder Image-Übersicht kann über „Datenbank-Zugangsdaten ansehen“ jederzeit eingesehen werden; der Dialog enthält automatisch:

  • 🚀 phpMyAdmin mit einem Klick bereitstellen: Ein Klick stellt phpMyAdmin automatisch im Netzwerk sshe-cms-net bereit (wählt automatisch einen freien Port, standardmäßig 8888, verweist auf sshe-mysql) und liefert eine Schaltfläche „phpMyAdmin öffnen (Anmeldung bereits ausgefüllt)“, um direkt in die Datenbank zu gelangen – komfortables visuelles Durchsuchen / Importieren und Exportieren / Abfragen.
  • Backup-Befehl: docker exec sshe-mysql mariadb-dump -uroot -p'<DB_ROOT>' <DB_NAME> > /opt/sshe-db-creds/<DB_NAME>.bak.sql
  • phpMyAdmin-Ersatzanmeldung: Als Server sshe-mysql eintragen, Benutzer/Passwort wie oben beim Datenbankbenutzer/-passwort.

> Hinweis: Diese Zugangsdatendatei wird nur erzeugt, wenn das CMS über die „Ein-Klick-Installation“ bereitgestellt wurde; bei manuellem Deployment per docker run sieh dir bitte selbst die Konfiguration der Anwendung an (z. B. wp-config.php bei WordPress).

Was die Details jeder Anwendung enthalten

InformationBeschreibung
Standard-Benutzer / PasswortInitialer Zugang der Anwendung (z. B. admin bei Nextcloud)
Standard-PortPort, auf dem die Anwendung lauscht
DatenverzeichnisOrt der Datenpersistenz
Deployment-SchritteVollständige Schritte für datenbankabhängige Anwendungen (erst Datenbank installieren → Datenbank und Benutzer anlegen → Umgebungsvariablen konfigurieren → initialisieren)
HinweisePortkonflikte, Ressourcenverbrauch, Sicherheitshinweise usw.

Verwaltung installierter Anwendungen

Auf „Installiert“ umschalten – jede installierte Anwendung bietet Inline-Aktionen: installieren / deinstallieren / stoppen / starten / neu starten / löschen – praktisch für den täglichen Betrieb.

Datenbankabhängige Anwendungen

Manche Anwendungen (z. B. Nextcloud, WordPress) benötigen MySQL/PostgreSQL. Die Deployment-Schritte solcher Anwendungen umfassen automatisch:

1. Zuerst die Datenbank bereitstellen (MySQL/MariaDB/PostgreSQL)

2. Datenbank und Benutzer anlegen

3. Umgebungsvariablen der Anwendung konfigurieren (Datenbankadresse, Konto, Passwort)

4. Anwendung initialisieren

Das Panel verkettet diese Schritte; du musst nur die abgefragten Schlüsselinformationen wie Passwörter ausfüllen.

Unterstützung mehrerer Distributionen

Die Installationsbefehle der App-Sammlung passen sich automatisch an den Paketmanager des Zielservers an – keine manuelle Auswahl nötig:

DistributionPaketmanagerAnpassung
Debian / Ubuntuaptnative Befehle
Fedora / Rocky / CentOS / RHELdnf / yumautomatische Zuordnung (apt-get → dnf/yum)
Alpineapkautomatische Zuordnung

Zugleich werden gängige Paketnamen-Unterschiede (z. B. apache2 → httpd, apache2-utils → httpd-tools) und Dienstnamen-Unterschiede (apache2.service → httpd.service) automatisch behandelt.

> ⚠️ Achtung: Einzelne Anwendungen hängen von distributionsspezifischen Installationswegen ab (z. B. ist ufw Ubuntu-spezifisch, die deb.nodesource-Quelle für Node.js nur für Debian/Ubuntu) und lassen sich unter Fedora/Rocky möglicherweise nicht installieren. Bei fehlgeschlagener Installation zeigt das Panel die Fehlermeldung wahrheitsgetreu an.

Hinweise

1. Für das Deployment von Anwendungen muss auf dem Zielserver Docker installiert sein.

2. Passwort-Platzhalter werden deutlich gekennzeichnet (z. B. „<dein Datenbankpasswort>“) – ersetze sie durch ein eigenes starkes Passwort.

3. Anwendungen binden standardmäßig an einen Port des Zielservers. Hat dieser Server keine öffentliche IP (NAT-/Tunnel-Server), ist für den externen Zugriff zusätzlich Port-Tunneling oder Port-Weiterleitung nötig.

4. Bei zu alten Distributionen (z. B. bereits EOL-erreichten Versionen wie Fedora 32) werden die Softwarequellen nicht mehr gepflegt; die Installation kann in eine Zeitüberschreitung laufen oder fehlschlagen. Ein Upgrade auf eine unterstützte Version wird empfohlen.