Dokumentation
Schnellstart + Funktionsbeschreibung für jeden Bereich und jedes Gerät (wird laufend erweitert)
Unterstützte Systeme und Distributionen
Dieser Artikel erläutert, welche Linux-Distributionen, Geräte und Systeme SSH Everywhere verwalten kann und wie sich der Funktionsumfang je nach System unterscheidet.
In einem Satz verstanden
Der Kern von SSH Everywhere ist SSH-Verbindung + remote Befehle ausführen; daher lässt sich jedes Linux mit installiertem SSH-Dienst (sshd) anbinden. Der Funktionsumfang ist jedoch abgestuft – er hängt davon ab, ob die Zielmaschine systemd und python3 besitzt und welcher Paketmanager verwendet wird.
Abgestufte Unterstützung
✅ Erste Stufe: vollständige Unterstützung (empfohlen, alle Funktionen verfügbar)
Gängige systemd-Distributionen. Alle folgenden Funktionen sind verfügbar: Zustandsprüfung, Absturzschutz (systemd-Autostart + automatisches Hochziehen bei Abstürzen), Tunnel-Agent, Docker-Verwaltung, Dateiverwaltung, Prozessverwaltung, geplante Aufgaben, Website-Verwaltung.
| Distribution | Paketmanager | Erläuterung |
|---|---|---|
| Debian / Ubuntu (inkl. Raspberry Pi OS / Raspbian) | apt | am empfohlensten, beste Kompatibilität |
| CentOS / RHEL / Rocky / AlmaLinux | yum / dnf | der Server-Mainstream |
| Fedora | dnf | neuer |
| Arch / Manjaro | pacman | Rolling Release |
| openSUSE | zypper |
✅ Zweite Stufe: im Wesentlichen vollständig, nur der Absturzschutz ohne Autostart
Leichtgewichtige Distributionen ohne systemd. Der Absturzschutz fällt automatisch auf den Betrieb per nohup zurück (die Überwachung funktioniert normal, nach einem Neustart wird der Wächterprozess jedoch nicht automatisch hochgezogen); die übrigen Funktionen sind normal nutzbar.
| Distribution | Paketmanager | Erläuterung |
|---|---|---|
| Alpine | apk | ultraleicht (busybox + musl), die Installation des Tunnel-Agent ist an apk angepasst |
✅ Dritte Stufe: besondere Unterstützung (kein klassisches Linux, aber nutzbar)
| System | Grad der Unterstützung |
|---|---|
| Android / Termux | eigenes One-Click-Installationsskript (installiert den Agent automatisch + startet mit Termux), die Zustandsprüfung erkennt Gerätemodell / Android-Version |
| FreeBSD | die Zustandsprüfung hat einen eigenen Zweig (freebsd-version / sysctl / vm_stat), Docker- und systemd-bezogene Funktionen sind jedoch nicht anwendbar |
| macOS | Verbindung möglich, die Zustandsprüfung erkennt das System (sw_vers / vm_stat), hauptsächlich als Testmaschine geeignet |
Zwei harte Voraussetzungen
1. python3: Der Absturzschutz-Wächterprozess und der Tunnel-Agent setzen beide voraus, dass die Zielmaschine python3 besitzt. Die große Mehrheit der gängigen Distributionen bringt es mit oder lässt es mit einem Befehl installieren.
2. Paketmanager: Das Skript zur Installation der Abhängigkeiten des Tunnel-Agent ist an die drei Paketmanager apt / yum-dnf / apk angepasst. Bei Distributionen mit anderen Paketmanagern (pacman, zypper) müssen die Verschlüsselungsabhängigkeiten des Agent möglicherweise manuell installiert werden – die Nutzung funktioniert auch ohne sie, der Tunnel läuft dann jedoch im Klartextmodus.
Wie man erkennt, zu welcher Stufe ein Server gehört
Nach der Verbindung mit dem Panel das „Systemverwaltungs-Panel“ des Servers öffnen und auf einige entscheidende Signale achten:
| Signal | Erläuterung |
|---|---|
| Die Zustandsprüfung zeigt CPU-Modell / Arbeitsspeicher / Festplatte | mindestens Unterstützung der ersten oder dritten Stufe |
| Die Systeminformationen zeigen „FreeBSD“ / „macOS“ / „Android“ | entspricht der dritten Stufe |
| Nach dem Einrichten des Absturzschutzes erscheint ein Abzeichen „Autostart“ | es gibt systemd (erste Stufe) |
| Nach dem Einrichten des Absturzschutzes fehlt das Abzeichen „Autostart“ | kein systemd, Rückfall auf nohup (zweite Stufe) |
Begriffserläuterungen
- systemd: der System- und Dienstmanager moderner Linux-Systeme, zuständig für den Start beim Hochfahren und die Dienstverwaltung. Nur mit systemd ist ein „Autostart beim Hochfahren“ möglich.
- Paketmanager: das Werkzeug zum Installieren von Software unter Linux, etwa apt (Debian/Ubuntu), yum/dnf (CentOS/RHEL), apk (Alpine), pacman (Arch).
Empfohlene Testmatrix
Wenn du einige Maschinen aufsetzen möchtest, um die Kompatibilität verschiedener Systeme zu prüfen, empfiehlt es sich, je einen Vertreter nach „Paketmanager + Init-System“ zu wählen – das deckt am meisten ab:
1. Debian 12 (apt + systemd) — die gängigste Referenz
2. Rocky Linux 9 oder CentOS Stream (dnf + systemd) — die RHEL-Familie
3. Alpine (apk + kein systemd) — leichtgewichtig + der nohup-Rückfallpfad
4. Ubuntu 22.04/24.04 (apt + systemd) — am häufigsten im Einsatz
Diese vier decken drei Paketmanager sowie beide Init-Formen mit und ohne systemd ab und repräsentieren damit im Wesentlichen die gängigen Linux-Server-Konstellationen.