Dokumentation
Schnellstart + Funktionsbeschreibung für jeden Bereich und jedes Gerät (wird laufend erweitert)
Docker-Verwaltung
Dieser Artikel erklärt, wie du über das Panel die Docker-Container, Images und Netzwerke auf Zielservern verwaltest.
Zuerst verstehen: Was ist Docker
Docker ist eine Technologie zum „Packen und Ausführen von Software“. Sie packt eine Anwendung und ihre benötigte Umgebung (Systembibliotheken, Abhängigkeiten usw.) in einen „Container“, der auf jedem Server mit Docker mit einem Klick läuft – ohne manuelle Umgebungskonfiguration.
- Image: die „Installationspaket-Vorlage“ der Software (z. B.
nginx:latest) - Container: die Instanz, nachdem das Image „gestartet“ wurde (eine laufende Software)
- Netzwerk: die Art der Kommunikation zwischen Containern sowie zwischen Containern und Host
Das Panel ruft Docker auf dem Zielserver per SSH remote auf und bietet eine grafische Oberfläche zur Verwaltung von Containern/Images/Netzwerken – das Merken von docker-Befehlen entfällt.
Voraussetzungen
Auf dem Zielserver muss Docker installiert sein. Ist es nicht installiert, gibt es oben im Docker-Panel die Schaltfläche „⚡ Docker installieren“: Ein-Klick-Installation (fällt bei nicht erreichbarer offizieller Quelle automatisch auf regionale Quellen zurück, für gängige Distributionen wie Debian/Ubuntu/CentOS/Rocky/AlmaLinux), der Fortschritt erscheint in Echtzeit im Panel „Hintergrundaufgaben“ oben rechts und kann abgebrochen werden; nach Abschluss aktualisiert sich das Docker-Panel automatisch.
Anwendungsfälle
- Verschiedene Docker-Anwendungen bereitstellen und verwalten
- Containerstatus und Protokolle ansehen
- Container starten/stoppen, ungenutzte Images aufräumen
Hauptfunktionen
Containerverwaltung
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| Ansehen | Alle Container auflisten (Name, Image, Status, Ports, Ressourcenverbrauch) |
| Starten / Stoppen / Neu starten | Laufzustand des Containers steuern |
| Protokolle | Echtzeit-Protokolle des Containers ansehen |
| Löschen | Container löschen (optional mit Datenvolumen) |
| Terminal öffnen | Befehle im Container ausführen |
| Gemountetes Verzeichnis öffnen | für jedes Host-Verzeichnis des Containers (bind-Mount) eine Schaltfläche, die direkt in die Dateiverwaltung zum Hochladen/Herunterladen/Bearbeiten führt |
| Datenbank ansehen | Datenbank-Zugangsdaten anzeigen + phpMyAdmin mit einem Klick bereitstellen (nur für per Ein-Klick installierte Websites) |
Gemountetes Verzeichnis mit einem Klick erreichen
In der Aktionsspalte der Containerliste erscheint für jeden bind-Mount (Host-Verzeichnis → Container-Verzeichnis) eine 📁-Verzeichnisschaltfläche (zeigt den Verzeichnisnamen, beim Überfahren den vollständigen Pfad). Ein Klick wechselt automatisch zum Tab „Dateien“ und öffnet dieses Verzeichnis direkt – dort lassen sich Website-Dateien im Container hochladen, herunterladen, bearbeiten und löschen.
- Es werden nur bind-Mounts angezeigt (echte Host-Verzeichnisse); anonyme Volumes / named volumes werden nicht angezeigt (sie werden intern von Docker verwaltet und erfordern keine Dateioperationen).
- Container mit mehreren gemounteten Verzeichnissen zeigen entsprechend viele Verzeichnisschaltflächen.
- Beispiel: WordPress
/opt/sshe-wordpress, MySQL/opt/sshe-mysql/datahaben jeweils eine eigene Schaltfläche.
Datenbankinhalte ansehen
Die 🗄-Schaltfläche in der Aktionsspalte der Containerliste („Datenbankinhalte ansehen“) liest die bei der Ein-Klick-Installation der Website erzeugte Zugangsdatendatei, zeigt Datenbank-Host/-Name/-Benutzer/-Passwort und unterstützt die Ein-Klick-Bereitstellung von phpMyAdmin (wählt automatisch einen freien Port, tritt demselben Docker-Netzwerk bei, füllt die Anmeldedaten vor). Ein Klick genügt zum visuellen Durchsuchen der Tabellen, Abfragen sowie Importieren und Exportieren von Daten. Bei Containern, die nicht per Ein-Klick installiert wurden, erscheint beim Klick der Hinweis, dass keine Zugangsdaten vorliegen.
Image-Verwaltung
| Aktion | Beschreibung |
|---|---|
| Ansehen | Lokale Images auflisten (Repository, Tag, Größe) |
| Herunterladen | Image aus einem Repository ziehen |
| Löschen | Ungenutzte Images löschen |
Netzwerkverwaltung
Docker-Netzwerke (bridge, host usw.) ansehen und verwalten.
Verhältnis zur App-Sammlung / Image-Übersicht
- App-Sammlung: Anwendungen mit einem Klick out-of-the-box bereitstellen (schreibt automatisch docker-compose, konfiguriert Ports und Umgebungsvariablen)
- Image-Übersicht: gängige Docker-Images durchsuchen, mit einem Klick herunterladen/ausführen
- Docker-Verwaltung: den täglichen Betrieb bereits bereitgestellter Container/Images erledigen
Alle drei zusammen: App-Sammlung/Image-Übersicht kümmern sich um „Installieren“, die Docker-Verwaltung um „den täglichen Betrieb“.
Hinweise
1. Docker-Aktionen laufen unter dem per SSH angemeldeten Benutzer und erfordern meist root oder einen Benutzer in der Gruppe docker.
2. Vor dem Löschen eines Containers prüfen, ob das Datenvolumen erhalten bleiben soll (nach dem Löschen des Datenvolumens sind die Daten nicht wiederherstellbar).
3. Das Panel führt docker-Befehle per SSH remote aus und installiert keinen zusätzlichen Agent auf dem Zielserver – keine Spuren.
4. Installation über Distributionen hinweg: Das Panel erkennt im Hintergrund den Paketmanager des Zielservers und übersetzt die apt-get-Befehle der App-Sammlung automatisch in das passende dnf/yum (RHEL-Familie) oder apk (Alpine). Daher klappt auch auf Rocky/CentOS/AlmaLinux ein Klick auf „Nginx installieren“ direkt, ohne Befehle manuell zu ändern.